Sammlermünzen und Anlagemünzen

Viele Anleger beschäftigen sich in diesen Tagen zum ersten Mal mit dem Investment in Gold, was sicherlich unter anderem auf den in den letzten Monaten stark gestiegenen Goldpreis zurückzuführen ist. Und auch immer mehr Experten raten dazu, etwa zehn Prozent des Gesamtvermögens durchaus in Gold zu investieren. Zunächst steht eine grundsätzliche Entscheidung an, in welcher Form in Gold investiert werden soll, also zum Beispiel auf indirekte Art und Weise über Fonds, Aktien oder Zertifikate, oder auf direkte Art und Weise durch den Kauf von Goldmünzen oder Goldbarren. Durchaus viele Anleger entscheiden sich dann für den Erwerb von Goldmünzen, zumal es natürlich nach wie vor auch einen besonderen Reiz hat, wenn man echtes Gold in seinem Besitz haben kann. Allerdings gibt es im Bezug auf die Goldmünzen Einiges zu beachten, damit die Anlage auch wirklich wie gewünscht erfolgen kann.

Sammlermünzen und Anlagemünzen aus Gold

Zwischen Anlagemünzen und Sammlermünzen unterscheiden

Wie bei nahezu allen Edelmetall-Münzen, so muss man zwei grundlegende Varianten voneinander unterscheiden, nämlich die Anlagemünzen und die sogenannten Sammlermünzen, die meistens in Form von Gedenkmünzen vorhanden sind. Der Name der jeweiligen Münzgattung lässt bereits vermuten, für welche Personen die jeweiligen Münzen die richtige Wahl darstellen. Allerdings ist die Trennung der zwei Gruppen nach Kundentyp deshalb nicht ganz einfach, weil natürlich durchaus auch die Sammlermünzen zur Geldanlage dienen können. Vom Grundprinzip her stehen jedoch für Personen, die wirklich das Gold bzw. die Goldmünzen als Kapitalanlage ansehen, die Anlagemünzen im Vordergrund. Anlagemünzen zeichnen sich dadurch aus, dass der Wert der Münze nahezu ausschließlich am Goldpreis/Wert des Goldes orientiert ist. Da die Anlagemünzen in einer sehr hohen Auflage geprägt werden, entsteht in dem Sinne keine Knappheit, sodass diese Münzen im Prinzip – bis auf wenige Ausnahmen – auch keinen Sammlerwert haben. Der Wert der Anlagemünzen ist somit fast immer mit dem Goldpreis für das jeweilige Gewicht der Münze identisch.

Die Besonderheiten der Sammlermünzen/Gedenkmünzen

Auch die Sammlermünzen haben natürlich einen reinen Materialwert, der wie bei den Anlagemünzen auf dem Gewicht der Münze und dem Goldgehalt basiert. Es gibt also kaum eine Gedenkmünze/Sammlermünze aus Gold, die einen geringeren Verkaufswert als den reinen Materialwert des Goldes hätte. Das Gegenteil ist hingegen häufiger der Fall, nämlich dass der Wert der Sammlermünze höher als der reine Materialwert ist. Diese Tatsache beruht darauf, dass die Gedenk- und sonstigen Sammlermünzen meistens in einer deutlich geringeren Stückzahl als die Anlagemünzen geprägt werden, also eine limitierte Auflage darstellen. Und immer wenn Münzen etwas seltenere sind, steigt auch der Sammlerwert. Insofern können solche Sammlermünzen durchaus sogar eine höhere Wertsteigerung erzielen, als es bei den Anlagemünzen der Fall ist. Besonders wertvoll werden Goldmünzen als Sammlermünzen natürlich immer dann, wenn man eine bestimmte „Reihe“ von Münzen vollständig in seiner Sammlung hat.

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